Breathwalk – Eine erholsame Form beim Gehen zu meditieren

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Wir wissen, Atem- und Meditationsübungen unterstützen das Wohlbefinden von Körper, Geist und Seele. Eine kurze Auszeit in ruhiger Umgebung schafft Entspannung und hilft dabei, das Gleichgewicht wiederherzustellen. Im hektischen Alltag fällt es jedoch manchmal schwer sich diese kurze Auszeit zu gönnen.

Damit Ihr dennoch nicht auf die wohltuende Wirkung eurer Atmung verzichten müsst, hier ein praktischer Vorschlag: Verbindet die Atmung doch mit einer anderen, ebenso natürlichen Tätigkeit – dem Gehen! Beginnt man damit, beide Aktivitäten bewusst und synchron auszuführen, so wirkt sich das positiv auf die Gesundheit aus.

Die Technik der Koordination von Atmung und Gang, auch als Breathwalk bezeichnet, findet ihren Ursprung im Kundalini-Yoga und wurde von Yogi Bhajan in die USA gebracht. Der Breathwalk wird idealerweise an der frischen Luft ausgeübt und eignet sich auch gut für alle, die bislang keine Erfahrung mit Yoga haben.shutterstock_225622588 - Copy

Ein Breathwalk-Programm setzt sich aus folgenden 5 Phasen zusammen:

  • Aufwärmen: mit Atmen, Dehnen und Strecken werden Körper, Geist und Seele aufgeweckt und vitalisiert.
  • Ausrichten: Mit den ersten Gehübungen wird die Aufmerksamkeit auf die Bewegungen des Körpers gelenkt.
  • Vitalisieren: Jetzt werden Gang und Atmung harmonisch aufeinander abgestimmt. Der Breathwalk beginnt.
  • Balancieren: Der Gang wir langsamer. In den folgenden Dehnübungen erfolgt eine Konzentration auf alle Sinne.
  • Integrieren: Im sogenannten „Innerwalk”, der beim langsamen Gehen oder im Stehen ausgeführt werden kann, werden die Ergebnisse der Übungen in unser körpereigenes System integriert.

Es gibt verschiedene Atemmuster – jedes mit einer speziellen Wirkung auf unsere Gesundheit. Wir stellen Euch hier zwei grundlegende Atemmuster vor:

  • Die Adler Übung: Ein und Ausatmen in 4 Teilen (4:4)

Geht mit gleichmäßigem Schritt und atmet dabei für die Dauer von vier Schritten über die Nase ein, und dann für weitere vier Schritte über die Nase aus. Zwischen den Atemzügen sollte eine kleine Pause liegen. Führt dieses Atemmuster 3 Minuten lang aus und geht dann 5 Minuten lang normal weiter. Mehrmals wiederholen. Diese Übung sorgt für Energie und Klarheit. Ihr könnt die Urklänge SA TA NA MA mit dem Rhythmus des Gehens verbinden, indem Ihr in Gedanken zu jedem Atemsegment und jedem Schritt eine Silbe sagt.

 

  • Die Taube-Übung: Ein und Ausatmen in 8 Teilen (8:8)

Stimmt Atmung und Schritte aufeinander ab. Atmet dabei 8 Mal durch die Nase ein, und 8 Mal durch die Nase aus. Das Atemmuster der Taube geht aus dem des Adlers hervor, verlangt aber ein wenig mehr Konzentration und wird generell mit langsamerem Schritt ausgeführt. Ihr könnt auch hier wieder die Urklänge SA TA NA MA mit dem Rhythmus des Gehens verbinden. Führt auch dieses Atemmuster 3 Minuten lang aus und geht dann 5 Minuten lang normal weiter. Wiederholt auch diese Übung mehrmals hintereinander. Sie schenkt Euch Energie und Klarheit.

 

Dieser Post stellt eine vereinfachte Einführung in eine faszinierende und wohltuende Meditationsart dar, die ein wenig auch an Sport erinnert. Bei Interesse an weiteren Informationen, sollt Ihr Euch an eine spezialisierte Yogaschule wenden. Zu guter Letzt noch ein Buchtipp: „Breathwalk – Das neue Yoga-Walking” von Yogi Bhajan und Gurucharan Singh Khalsa.